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    Ärger und die gesundheitlichen Folgen

     

    Eine Klientin von mir erwähnte bei einem Spaziergang im Wald nebenbei, dass sie immer wieder mal Migräne hat. Ich fragte sie, ob sie den Schmerzen eine Emotion zuordnen, oder zumindest den Ort beschreiben konnte, wo sie diese Emotionen zu spüren beginnt. Sie brauchte eine zeitlang, doch dann deutete sie auf die Bauchgegend. Welche Emotion das allerdings sei, konnte sie nicht genau sagen. „Wohin bewegt sich denn die Emotion? Hinauf oder hinunter?“ fragte ich sie. Sie konnte dann deutlich nachspüren, dass das Gefühl von unten kam und Richtung Hals sehr schnell hinaufkam. Dort will es auch raus.

     

    Ich konnte meine Klientin sehr gut verstehen, denn ich hatte diese irrsinnigen Kopfschmerzen mit Sehverlust und Erbrechen in meiner Zeit als Jugendlicher, als sich meine Eltern scheiden ließen. Oft musste ich die Schule verlassen und zwei bis drei Tage lang in einem verdunkelten Raum verbringen. Starke Kopfschmerzen und Migräneanfälle sind eindeutig der Leber und Galle zuzuordnen. Und sie sind ein Zeichen für unterdrückte Bedürfnisse, die mit einem langanhaltenden und unterdrückten Ärger zu tun haben. Damals konnte mir kein Arzt helfen und selbst die Medikamente wirkten nicht, wenn ich sie nicht rechtzeitig nahm.

     

    Was machen Kinder, wenn sie sich ärgern, wenn sie wütend und zornig sind. Bleibt es da still? Sie verhalten sich noch situationsadäquat. Sie werden erst ordentlich laut und wenn sie es dann noch immer nicht bekommen haben, was sie wollten, dann beginnen sie sich die Verspannungen vom Leib zu strampeln und schreien aus vollem Hals ihren Frust heraus. Das ist gesund, wenn auch für alle anderen Beteiligten anstrengend. Zum Glück dauert es nicht ein Leben lang. Kopfweh haben nur jene Kinder, die leise sind, die schon in frühen Jahren gelernt haben, sich anzupassen, ein lieber Bub oder ein liebes Mädchen zu sein.

     

    Medizinisch gesehen kann unterdrückte Wut eine der Ursachen sein, die zu einer Fehlfunktion der Galle führt und schließlich in Gallensteinen enden kann. Warum sie entstehen ist wissenschaftlich noch nicht genau geklärt. Pigment- und Cholesterinsteine sind auskristallisierte Flüssigkeiten, die dann entstehen, wenn einer der beiden Stoffe in zu hoher Konzentration vorliegen. Zu fettes Essen kann auch eine Ursache sein, jedoch sind viel mehr Frauen von Gallensteinen betroffen als Männer.

     

    Es gibt aber eine Einteilung in eine Risikogruppe, die die 6f genannt wird:
    • fair (Menschen mit heller Haut und blonden Haaren)
    • family (gehäuftes Auftreten in der Familie)
    • fat (Menschen, die übergewichtig sind)
    • female (Frauen)
    fertile (Frauen, die bereits mehrere Schwangerschaften hinter sich ha
    ben)
    • forty (Menschen, die älter als 40 sind)

     

    Frauen sind in den westlichen Industriestaaten doppelt so häufig (15-20%) von Gallensteinen betroffen wie Männer. Ob die Wut nun unterdrückt wird und die Galle sich dadurch nicht regelmäßig entladen kann und die Flüssigkeit kristallisiert, oder ständig entladen wird, weil der Ärger wieder und wieder kommt, scheint keine Rolle für die Bildung von Gallensteinen zu spielen. Es ist das auch nur eine Hypothese. Natürlich spielen viele weitere Faktoren wie Übergewicht durch zu fettes Essen eine weitere Rolle. Das Frauen mehr betroffen sind, kann mit einem spannenden Querverweis auf die Art und Weise wie diese Frauen miteinander kommunizieren zusammenhängen. Scheinbar gehen Frauen mit Ärger auf eine Art und Weise um, die sich gesundheitlich negativer auf die Galle auswirkt als bei Männern.

     

    Was machst du genau, wenn du deinen Ärger los werden willst?

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